Fort McMurray - Visiting the Ore Preparation Plant
Wir (mein Betreuer und ich) sind morgens um 6 Uhr mit dem Taxi zum Fluhafen von Calgary gefahren und sind mit einer sehr kleinen und angsteinflößenden Propeller-Maschine in Richtung Fort McMurray losgeflogen. Es konnten ungefaehr 40 Passagiere in diesem Fugzeug Platz nehmen und ich bekam ein richtiges Fluggefühl geboten. Hatte aber auch mehr ein höllisches Angstgefühl. Jedes auch noch so kleines Luftloch oder Windboehe wurde direkt an das Flugzeug weitergeleitet! Aufgrund der Größe
des Flugzeug hatten wir eine sehr niedrige Flughöhe, sodass ich einen wunderschöne Ausblick über das Land hatte. Es war schon beeinduckend, weil kilometerweit keine Zivilation zu sehen war, sondern nur unzählige Lakes, Baeume und trockenes Land. Wie aus dem Nichts ist dann die riesen Oil-Plantage aufgetaucht. Dort sind wir auf dem firmeneigenen Flughafen von CNRL [Canadian Natural Resources Ltd], ungefähr 70 Kilometer nördlich von Fort McMurray, gelandet. CNRL ist ein Oil- und Gas-Unternehmen und ist vor einigen Jahren in die Extraktion von Oil Sands eingestiegen. Krupp entwickelt und baut fuer CNRL alle Anlagen welche mit Fördertechnik zu tun haben. Dazu werden gigantische Anlagen auf dem CNRL Gelände von Krupp installiert, welche den Oil Sand zerkleinern und transportieren um ihn dann weiter zu den riesen Aufbereitungsanlagen (Upgrading) durch Pipelines weiterzuleiten. Wie ich es mitbekommen und gelernt habe, ist es ein sehr aufwendiger Prozess um Oil
aus dem Sand zu gewinnen. Aber da die Oil-Preise in den letzten Jahren enorm gestiegen sind, ist dies ein sehr rentables Geschäft geworden und bringt jede Menge Profit (ca.50%) mit sich.Nachdem wir gelandet sind, wurden wir mit 6 Leuten in einem alten traditionellen School-Bus zu den Plants gebracht. Auf dem Weg sind wir dem ersten Truck begegnen. Konnte leider nur ein Schnappsschuss aus dem Bus machen. Aber als der Truck an uns vorbeigefahren ist, dachte ich nur, es ist ein Hause auf Rädern!! Wahnsinn! Er war dreifach so hoch wie unser Bus und ist mit einem Affenzahn und Laerm an uns vorbei gefahren. Als wir dann auf dem Gelaende angekommen sind, bin ich erstmal mit allem möglichen Safety Equipment (Helm, Jacke, Schuhe, Brille, Handschuhe) ausgerüstet worden. Mir konnte quasi nichts mehr passieren. Anschliessend sind wir ueber das Gelände gelaufen und kam zum ersten Mal in Kontakt mit Oil Sand. Er fuehlt sich matschig an, keine wirklichen Körner wie beim normalen Sand, stinkt
höllisch und hat mehr Ähnlichkeit mit Matsche. Schon sehr beeindruckend, dass daraus Oil gewonnen wird. Nach einem ersten Gesamtüberblick ueber das Gelände, bestiegen wir die einzelnen Plants (Anlagen) um den Aufbau der Konstruktionen naeher zu betrachten. Es war ein gigantisches und faszinierendes Gefühl. Nachdem ich mir durch technische Zeichnungen und ein paar Fotos ein erstes Bild machen konnte, war es einfach nur beeindruckend die riesen Plants live zu betrachten. Kam vom Staunen kaum ab.Nach der Besichtigung und kleinerer Meetings sind wir in unser "Camp" gefahren, ca. eine halbe Stunde mit dem Auto entfernt. Und ich kann euch sagen, auf dem Weg dorthin war links und rechts nur Wildnis zu sehen. Nichts außer Bäume und tiefe Schluchten mit Flüssen. Ganz anders als bei uns im Ruhrgebiet ;) Und auf einmal steht da eine riesen Flachdach-Wohnanlage. Schon irgendwie komisch. Mir kam es so vor als würde man im Weltraum in einer Raumstation wohnen, wo nichts drum herum ist. Als ich dann meine eigene Sweet mit Minibar, Doppelbett, Bad und Fernseher bezog war ich schon ziemlich beeindruckt gewesen. Nach dem Abendessen haben wir uns mit den Mitarbeitern von Krupp, die auf den Plants arbeiten in dem hauseigenem Pub getroffen. Es ist ein junges und sehr
freundliches Team. Wir hatten jede Menge Spass und ich konnte Erfahrungen austauschen. Leider musste ich auch die Erfahrung mit sieben verschiedenen Biersorten machen. :) Haben sehr viel gelacht und hab auch nette Leute in meinem Alter kennengelernt. Der Abend endete dann auch erst um 3 Uhr morgens nach 23 Stunden mit einem schwankigen Gefühl auf den Beinen. Am nächsten Morgen musste ich dann auch wieder um 6 Uhr aufstehen, weil kleinere Besprechungen mit Lieferanten auf dem Plan standen.Wir hatten die zwei Tag ein traumhaftes Wetter, die Sonne schien und es warm sehr warm. Am Mittwoch sind wir dann Abends um 17 Uhr wieder nach Calgary zurückgeflogen. Zum Glück war es diemal eine größer Maschine mit Turbinen und keinen Propellern. Als ich dann wieder in meinem Apartment angekommen bin, bin ich totmüde in mein Bett gefallen und habe tief und fest geschlafen. Als Fazit der Expedition kann ich nur festhalten: "Eine sehr beeindruckende Erfahrung mit Fun"!
Ihr findet die Bilder von meinen beiden Tagen wie immer unter "ALLE FOTOS "! Leider darf ich nicht alle reinstellen, deshalb findet ihr dort ein Album von Bildern aus dem Internet! Enjoy it!!
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